Eine Insel mit zwei Bergen und dem großen blauen Meer. Das Lied trifft genau auf Negros zu – die Insel Negros mit ihren zwei Vulkanbergen, Mount Kanlaon im Norden und Mount Talinis hier im Süden.

Über ein Monat befinde ich mich nun schon wieder auf den Philippinen, kaum zu glauben wie schnell die Zeit vergeht und daher höchste Zeit mal was von mir hören zu lassen! Wer die schlimmen Bilder vom überfluteten Manila gesehen hat, die es sogar bis in die Deutschen Medien geschafft haben- dem sei gesagt die Philippinen sind groß, Manila weit weg und die Sonne scheint hier.

 

Passend zum Lied daher ein kleiner Bericht der vergangenen Wochen:

Vulkan Mount Talinis oder auch Cuernos de Negros (Hörner von Negros), 1800m hoch, von so gut wie überall hier zu sehen. Oft habe ich hinaufgeschaut und mir gedacht da musst du mal hoch. Und vor 2 Wochen habe ich es nicht mehr nur gedacht sondern getan – zusammen mit den zwei momentanen Freiwilligen und unserer Chefin/Freundin plus einem Guide des quasi Alpenvereins hier.

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[Startpunkt auf 800m über dem Meer]

Die vom Guide erwähnten Königscobras bekamen wir zum Glück nicht zu Gesicht und der vorhergesagte durchgehende Regen beschränkte sich gnädiger Weise auf den zweiten Tag der Unternehmung. Eine kalte Nacht verbrachten wir im Zelt an einem der 3 Kraterseen unterhalb des Gipfels. Der urige Wald mit seinen vielfältigen Pflanzen, Wegen die zum Teil nicht als solche identifizierbar waren, Flüssen, einem Erdrutsch und einem Schwefelfeld ließen uns vergessen dass wir in der Trockenzeit besser dran gewesen wären. Aussicht hatten wir zwar keine, dafür jede Menge Wolken, die faszinierend schnell an uns, unter uns, neben uns vorbeizogen und immer wieder neue Szenarien bildeten.

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Take nothing but pictures, leave nothing but footprints”

Streng nach den Gesetzen der Bergsteigervereinigung putzten wir unsere Zähne nur mit Wasser und trugen sogar das Wasser in dem die Spaghetti gekocht hatten wieder runter an die Küste.

Wer schon mal in einem Schulbus oder einer S-Bahn nach einem Fußballspiel gefahren ist kann sich ungefähr vorstellen wie eng aufeinander man in einem Jeepney-Bus sitzt. Nach 2 Tagen im eigenen Schweiß über Wurzeln und Schlamm stolpern kamen wir uns dementsprechend vor und ich hatte nur noch das Wort Sorry in Dauerschleife im Kopf als wir uns mit unseren müffelnden Regenjacken in den Jeepney zurück nach Dumaguete quetschten….aber was solls es wars wert.

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Dumaguete, das ist die Stadt wo ich mich die nächsten Monate aufhalten werde. Im Moment mache ich ein Praktikum und fange im November an ein Semester zu studieren. Wir – Zadam und ich mieten ein Apartment quasi direkt neben der Landebahn des Flughafens. Da der Flugverkehr sich aber auf ca. 4 Flieger am Tag von und nach Manila beschränkt ist es relativ ruhig wenn sich die Nachbarn nicht gerade streiten und zum Meer sind es nur wenige Minuten zu Fuß.

Kurz gesagt, alles ist gut. Viele Grüße :)

 

Mehr Bilder von Mount Talinis gibt es hier.

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