Angekommen!
Manila im Schnelldurchlauf: 2 Tage Crashkurs Cebuano, Nachmittag in Chinatown, abends Pool, Kino, Shishabar, Internet, wir haben ein 10kg-Paket vorausgeschickt nach Dumaguete wegen Übergepäck.
Mittwoch morgen waren wir wieder an Bord einer Maschine nach Süden, diesmal allerings nicht mal eine Stunde Flugzeit. Destination Bacolod City, Insel Negros. Einige unserer Gruppe waren damit schon am Einsatzort angekommen. Wir fuhren mit Chris unserem Mentor weiter nach San Carlos [superschöne Strecke durch die Berge mit Reisterassen und dem letzten Stück Urwald]. Wieder waren dort einige an ihrem Einsatzplatz angekommen. Madeleine und ich allerdings erst im Hotel Business Inn. Dafür konnten wir in der Stadt der Fahrradtaxis gut essen gehen und abends mit einigen Kollegen ihre Welcome-Party auf dem großzügigen Gelände des Bischofs feiern ( Mit Freigetränke, Spanferkel und natürlich Karaoke!
Donnerstag sollten dann auch endlich wir ankommen. Die ganze Küstenstraße in den Süden ist gut in Takt und geteert....bis auf die letzten 7km (oder so) Piste zu unserem Ort, die mehr aus Löchern als aus Straße besteht [vgl. Käse^^].
Ja, nun sind wir hier in Tambobo. Nachdem wir sowohl in Bacolod, als auch in San Carlos und auf dem Weg noch mal einkaufen waren, hat sich unsere Küche schnell gefüllt [wir können nur einmal die Woche einkaufen]. Die Koffer sind allmählich ausgepackt, die Moskitonetze angebracht [mit Larca-Packriemen], unsere 9 Bücher sind auf einem Art Regal aufgestellt, eine über Handy von Deutschland aus gestimmte Gitarre liegt neben mir und die Hängematte hängt stabil [mit Larca-Packriemen]. Wir wechseln uns ab mit Kochen, und ich muss sagen, wir können das beide erstaunlich gut ;) Abschließen müssen wir eigentlich nicht, hier kommt niemand rein, das Haus steht auf dem Gelände eines netten österreichischen Herrn Namens Charly, der sein Haus weiter hinten hat. Das Gelände ist ziemlich groß, weiter hinten gibt es einen Hügel, der ziemlich ansteigt, von dort kann man wunderbar den Sonnenuntergang sehen!
Diane, unsere amerikanische Chefin wohnt neben uns, bzw. sie hat da ihr Haus, die wohnt mehr auf ihrem Boot, das in der Bay ankert. Aah, die Bay. Es sind keine 10m zum Wasser, allerdings trennt uns ein Zaun. Der Aussicht tut das aber nicht schaden ( Baden ist in der Bay nicht gut, das Wasser soll dreckig sein und es steht immer irgendwo mindestens eine Person, vorzugsweise ein nativer Fischer, der bei zwei Badenden Weißen entweder geschockt oder fasziniert oder beides sein wird. Außerdem fehlt der Strand.
Kein Problem, haben wir allerdings festgestellt: es gibt hinter dem Ort zum Meer hin einen superschönen, weißen, menschenleeren Sandstrand! Unseren freien Sonntag haben wir heute dort verbracht, nachdem wir im „Tongo Sail In" essen waren. Dort war gerade eine Geburtstagsfeier im Gang und wir durften kostenlos und gut mitessen. Perfekt.
Ich habe 2 neue Hobbies. 1. Jeep fahren. Diane hat einen alten Allrad, ich frage mich wie alt, das Rad musste dazu wohl schon erfunden worden sein...innen hängen Kabel rum, die Rückbank besteht aus einem Brett mit intelligenterweise einem Kissen drauf, die Anzeigen funktionieren nur bedingt bis gar nicht und wir haben festgestellt, dass er auch weiterfährt, wenn der Schlüssel mal bei einem Schlagloch raushüpft....cooles Teil :D Jedenfalls hab ich mich heute auch mal hinters Steuer gewagt und wir sind zu zweit zu dem besagten Strand gefahren. Da wären wir bei meinem 2. neuen Hoobby: Schnorcheln!
Ich habe gehört, dass man das hier gut kann aber woow, so schön hätte ich mir das gar nicht vorgestellt! Es sind direkt vor der Küste Korallenriffs, gar nicht so tief unten. Einiges ist schon abgestorben und grau, aber es sind trotzdem noch zahlreiche Korallen übrig: Kugelförmige, sternförmige, verästelte, gelbe, rote, orangene,.....die bunten Fische sehen alle aus wie in der Wilhelma nur schöner, ich hab einen knallblauen Seestern mit ca. 40cm Durchmesser, eine Plastiktüre und Nemo gefunden, das Wasser ist so unglaublich klar, dass man auch nach links und rechts weit sieht, oumann ich hätte ewig weiterschwimmen können! Aber die Vernunft hat appelliert, wir hatten nämlich die Sonnencreme vergessen und trotz Surf-UV-Schutz-Oberteil und Boardshorts kann ich hier die Strahlung noch nicht so einschätzen...naja ich bin nicht rot geworden, noch nicht.
Es wird Zeit, dass ich einen Film in meinen Unterwasserfoto einlege!
Den Film wird ich morgen kaufen, wir fahren nach Dumaguete, endlich wieder Zivilisation!
Schade, dass wir unter der Woche kaum Zeit zum Schnorcheln oder sonst was haben werden. Wir arbeiten bis um 5 und um 6 geht die Sonne unter: 3..2..1..weg^^
Achja, die Arbeit. Bis jetzt hatten wir zwei offizielle Arbeitstage, gearbeitet haben wir aber noch nicht wirklich. Wir haben eine Kollage erstellt, was wir von dem Jahr erwarten und was unsere Motivation/Wünsche und so was sind, wir sind in den zwei Learning Centers vorgestellt worden, in denen wir arbeiten werden, haben die Kollegen und Kinder kennen gelernt und waren auf unserer Willkommens- bzw. Leoni’s Abschiedsparty.
Ein Learning Center wurde neu gebaut, und die Leute hatten nichts vorbereitet, daher sind die Kinder irgendwie wieder nach Hause. Im anderen Läuft der Laden, die Kinder waren nach unseren Energizern gleich ziemlich motiviert uns Cebuano mit Hilfe von Zeichnungen beizubringen, und zu unserer Ankunft hat jede/r ein Willkommensbild gemalt, das um den Türrahmen hing. Nach dem Besuch dort hatte ich das Gefühl hier richtig zu sein (
Es ist zwar hart, wenn man Samstag abnormal früh ins Bett geht, weil man müde ist und es sowieso nichts zum weggehen gibt und die letzte Karaokebox um 9 Uhr verstummt ist und einem die Kollegen schreiben, dass sie gerade auf einer guten Party sind oder sich alle treffen und gemeinsam Essen, [und diese sms variiert wiederholen, weil sie wissen, dass wir in der Pampa sind!] aber wer diesen wunderbaren Strand und die Landschaft allgemein und die Arbeit zu schätzen weiß, dem wird es hier trotzdem gefallen....also mir auch. Und Madeleine, die sowieso immer gleich denkt wie ich, als wären wir seit Jahren verheiratet.
Internet funktioniert bis jetzt nicht, trotz Internetstick. Eventuell bessert sich das noch. Hoffnung hab ich allerdings keine zu große. Mich beobachten gerade mindestens vier Geckos, eine große grüne Heuschrecke und eine fliegende Riesenkakerlake [ja, so was gibt’s anscheinend, wir waren auch überrascht] und eventuell der abnormal lange Tausendfüßler [der wirklich 1000 Füße haben muss!] auf den Madeleine vorhin im Bad getreten ist.
Bilder folgen in Kürze. Sonntag oder Montag, da haben wir Internet wenn wir in die Stadt gehen (so wie im Moment).