Und wieder sind einige Tage in der Metro Manila vergangen. Man bekommt mehr und mehr zu sehen, zu essen, zu riechen, zu hören, kommt an verschiedene Ecken und kann doch nicht glauben, dass sich in dieser Megastadt 12mio Menschen tummeln!

manila 0419Heute – an unserem freien Tag – haben wir uns zu fünft ein Taxi Richtung der berühmten „Mall of Asia„ gegönnt. [1,00 €. Die Preise verwundern einen immer wieder aufs Neue!]

Die größte Mall Asiens ist wirklich extrem beeindruckend, Remspark kann einpacken, man könnte Stunden oder Tage dort verbringen! Sie erinnert an eine eigene Stadt, die nur aus Läden und Restaurants besteht. Zu unserer Überraschung sogar auch aus einer recht großen Schlittschuhbahn. Absurd.

Trotz der verhältnismäßig geringen Preise neigt sich der Inhalt meines Geldbeutels [auch neu gekauft:P] langsam dem Ende zu...Hier ist mir zum ersten mal aufgefallen, dass wir echt größer sind, als der Durchschnitts-Filippino [vor allem Madeleine:P], es war kein Problem die anderen im Getümmel wieder zu finden :D

Die Philippinos lieben Malls, wurde uns gesagt. Auch gleich bei uns ist eine um die Ecke, größer, als ich in Deutschland je eine gesehen habe. Viele verbringen ihre Freizeit dort, weil es klimatisiert ist und man schöne Dinge kaufen und anschauen und essen kann. Und es läuft Musik. Musik überall und immer! Karaoke wird hier volkssportartig Betrieben, in Cafés, Bars, Restaurants, am Straßenrand, überall....die Hotelangestellten singen in der Pause im Spreiseraum, jeden abend ist hier Videoke! 

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Blick von der Mall of Asia auf Manila Bay

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Eislaufen next to the sea

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Shoppen macht auch hier glücklich :)

Gestern bekamen wir eine Stadtführung von Carlos, eine Art Komiker, Schauspieler, Clown und Stadtführer zugleich. Diese Kombination hat die Führung daher äußerst interessant und eindrücklich gemacht! Er führte uns durch Intramuros [lat. innerhalb der Mauer, Altstadt Manilas] und erzählte von der Geschichte der Philippinen, Ankunft der Spanier und Amerikaner,.... Inkl. waren eine Fahrt mit einer Pferdekutsche und ein „Halo Halo“. Was das ist? Kann ich leider auch nicht so genau definieren, es hat aber trotz Überwindungskraft recht gut geschmeckt!....Gelée und zuckrige Dinge in allen vorstellbaren Formen und Farben sowie meiner Vermutung nach 2 Sorten Bohnen und Eis in einer Art Milch Zucker, und noch mal Zucker dazu. Ein angeblich beliebter Nachtisch hier.

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Jeepney

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zu Pferd durch Intramuros

 

Essen allgemein ist aber echt ein Problem für mich, es schmeckt so gut, es gibt so viel, es ist billig und allgegenwärtig! Chawking, Inasal, Greenwich, Jollybee, wir haben sie bald alle durchprobiert! In diesen Fastfood-Restaurants kann man sogar halbwegs gut essen, es gibt Reis, Hühnchen, Fisch, Gemüse sowie Süßkartoffel-, Mango- und Käseeis. Soweit ich weiß außer bei Donalds, Burgerking, Pizzahut und KFC... Wird Zeit, dass wir in unsere Hütte kommen und selber kochen ;) Wenn die Straßenkinder mitten in der Nacht einem die offene Hand hinstrecken, fällt es dann doch schwer, mit vollem Magen dran vorbeizulaufen, wir haben deshalb Cracker gekauft, die wir abgeben können. Geld geben ist nicht gut, da das zu hoher Wahrscheinlichkeit nicht dem Kind zugute kommt, sondern irgendeinem organisierten Syndikat, dass auf diese unehrenhafte Art versucht, an Geld zu kommen.

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die Qual der Wahl

Wir sind Tricycle gefahren. Fahrradtaxi, man sitzt im Beiwagen und der neben einem strampelt. Die Sicht ist sehr eingeschränkt, was einerseits beunruhigend ist, aber einen anderseits vielleicht auch vor dem Angstgefühl bewahrt, dass man bekommen könnte, wenn man auf einer 4-spurigen Straße [auf der keiner die Spuren beachtet] nachts unbeleuchtet mit 10 km/h in die Gegenrichtung fährt, und man nur rechts und links sieht, dass die Autos dicht und mit einem Fahrstil, dem es an jeglicher Logik fehlt, an einem vorbeifahren. Vor einer Aktion wird des öfteren gehupt, sei es Überholen, Spurwechsel, Abbiegen, Weiße am Straßenrand....allerdings muss ich sagen, verglichen mit Westafrika [ich vergleiche viel und oft, auch ungewollt] ist es noch relativ geordnet, da die vielen Mofas und Fahrräder wegfallen. Fast nur Autos, Jeepneys, Tricycles. Das Gelingen einer Straßenüberquerung zu Fuß ist manchmal schwer einzuschätzen, aber die gute Methode des „Wickerns“ bewährt sich noch immer ;)

 

Ja, was sonst noch: Der tägliche Poolgang wurde bis jetzt noch nie ausgelassen, abends waren wir schon mehrmals an der Manila Bay in verschiedenen Bars, wo wir gestern in einen Geburtstag involviert wurden, ich wurde zur Gruppensprecherin gewählt, wir mussten letztendlich doch unser Zimmer wechseln, der Gipfel der sinnlosen sms scheint bald erreicht [dank sms für unter 2cent] die Kollegen und die Stimmung sind top, irgendwie werden wir schon ab und zu von den Einheimischen merklich besonders behandelt, wir haben unser offizielles weltwärts-Shirt erhalten und einen Eid geschworen, wir haben Leoni, unsere supernette Vorgängerin getroffen, ich habe einen Mückenstick am linken Bein und es verspricht jeden Tag aufs Neue, ein sonniger Tag zu werden.

 

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